Amerika, ein Schulprojekt

2014


Karl Rossmann, ein junger Mann aus Böhmen, wandert nach Amerika aus, um im Land der un­be­grenz­ten Mög­lich­kei­ten sein Glück zu ver­suchen. Doch der A­me­ri­ka­ni­sche Traum geht nicht in Er­fül­lung. Trotz sei­ner Ehr­lich­keit und sei­nem Fleiß schei­tert er an Be­trü­gern, skru­pel­lo­sen Ar­beit­ge­bern, an der Fremd­heit ei­nes Lan­des, das so we­nig sei­nem ju­gend­li­chen Er­fah­rungs­ho­ri­zont ent­spricht. Die Fra­ge stellt sich, in­wie­weit ihm die Durch­set­zungs­kraft fehlt, sei­ne Zie­le zu er­rei­chen oder wie lan­ge er ei­ne Durst­stre­cke durch­hal­ten soll, um et­was im Le­ben zu er­lan­gen.

Zu­sam­men mit der Klas­se 5b der Ge­samt­schu­le Köln Mühlheim er­ar­bei­te­te die Litera­tur-Oper Köln die Li­te­ra­tur­oper "Amerika" nach dem gleich­na­mi­gen Ro­man von Franz Kafka. Bei ei­nem Mi­gra­tions­an­teil von ca. 80% der Schü­le­rin­nen und Schü­ler war die Be­schäf­ti­gung mit den The­men Rei­se, Spra­che und al­len auf­tre­ten­den Schwie­rig­kei­ten in ei­nem frem­den Land von ho­her Re­le­vanz.

Das Pro­duk­tions­team set­zte sich zu­sam­men aus ei­nem Re­gis­seur und Schau­spiel­lei­ter, ei­nem Mu­si­ka­li­schen Lei­ter, der Chor und Per­cus­sion un­ter­rich­te­te, zwei Psy­cho­lo­gen und der be­treu­en­den Leh­re­rin der Schul­klas­se. Die Auf­füh­run­gen wa­ren das Er­geb­nis von 14 Work­shops, in de­nen mit den Ju­gend­li­­chen auf mu­si­ka­li­scher, dar­stel­le­ri­scher und psy­cho­lo­gi­scher E­be­ne ge­ar­bei­tet wur­de. Das Ziel des Pro­jek­tes lag in der In­te­gra­tion al­ler Kin­der und im Er­rei­chen ei­ner ge­mein­sa­men Leis­tung, die al­le Teil­neh­mer zu glei­chen Tei­len zu­stan­de brin­gen sol­lten.

 

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