Die vierzig Tage des Musa Dagh

Fotos: Andre Scollick


Literaturoper

nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel

(2017)

Der Roman schildert den Ge­nozid, den die jung­tür­ki­sche Re­gie­rung 1915-1916 an den Ar­me­ni­ern ver­üb­te. Franz Werfel er­zählt von ei­nem in Paris auf­ge­wach­se­nen ar­me­ni­schen In­tel­lek­tu­el­len, der mit sei­ner fran­zö­si­schen Frau und ih­rem ge­mein­sa­men Sohn nur durch Zu­fall sein Hei­mat­land be­sucht, in den Wir­ren des Aus­bruchs des Ers­ten Welt­kriegs in der Tür­kei fest­ge­setzt und als Ar­me­ni­er ent­rech­tet wird. Em­pört be­ginnt er ei­nen ver­zwei­fel­ten Kampf ge­gen die tür­ki­schen Trup­pen, die drei­mal an­rü­cken, um die klei­ne Volks­ge­mein­schaft, in der er ur­sprüng­lich auf­wuchs, ge­walt­sam zu zwin­gen, auf die To­des­mär­sche zu ge­hen, auf de­nen hun­dert­tau­sen­de von Ar­me­ni­ern be­reits zu To­de ge­bracht wur­den.

Sei­ne Ver­wand­lung von ei­nem in der eu­ro­päi­schen Kul­tur ver­wur­zel­ten Welt­bür­ger zu ei­nem sei­ne eth­ni­schen Wur­zeln emp­fin­den­den und aus der Not ge­bo­re­nen Mi­li­ta­ris­ten ent­frem­det ihn von sei­ner Gat­tin, die in den Kriegs­wir­ren den Ver­stand ver­liert. Als wäh­rend der von ihm an­ge­lei­te­ten Kämp­fe sein Sohn stirbt, ver­liert er sei­nen Le­bens­wil­len: Ob­wohl Ret­tung von ei­nem fran­zö­si­schen Kriegs­schiff naht, lie­fert er sich der tür­ki­schen Ar­mee aus.

Romanadaption und Regie: Andreas Durban
Komposition: Henrik Albrecht
Musikalische Leitung: Georg Leisse
Kostüme: Angela Schütt
Projektionen: Birgit Pardun

 

Gabriel Bagradian: Marek Reichert
Juliette Bagradian: Katharina Fuchs


In anderen Rollen:

Merle Bader, Philippa Gugerel, Anna Lautwein, Svenja Lehmann, Christina Meier, Julie Vercauteren, Christopher Auer, Thomas Huy, Rein Saar, Bo Shi,