Der Golem


Literaturoper nach dem gleichnamigen Roman von Gustav Meyrink (2019)

 

Die metaphysische Suche nach Identität, das Erscheinen eines sagenumwobenen Wesens, die Weisheit der Kabbala, ein jüdisches Viertel in Prag, ein sonderbarer Kriminalfall und ein Tarockspiel, das sind die Ingredienzien zu dem geheimnisvollen Roman „Der Golem“, den Gustav Meyrink, ein Zeitgenosse Kafkas, 1912 in Prag verfasste:

Ein Mann wandert, ohne es zu wollen, durch mehrere Identitäten und erblickt doch immer wieder sich selbst. Sind die Umgrenzungen unseres Ichs, die uns unsere Vernunft vorgibt nicht doch viel unschärfer als wir es wahrhaben wollen?

Das Intersubjektive der Seelenwanderung scheint Meyrink mehr zu bedeuten als nur ein Steckenpferd fragwürdiger Parapsychologen oder abergläubischer Geisterseher.

Als das Jüdische Viertel in Prag dem Abriss preisgegeben wurde, verschwand auch alle tiefere Erkenntnis dieser Seelenwanderungen. Die Literatur-Oper Köln macht sich auf die Suche nach kabbalistischer Erkenntnis und bringt den Jahrhundertroman Meyrinks als musikalisch-metaphysisches Ereignis auf die Bühne.

 

Andreas Durban: Romanadaption, Regie und Bühne

Georg Leisse: Musikalische Leitung, Harmonium

Hanyoung Yoo: Korrepetition, Klavier

Anne Ernzerhof, Angela Schütt: Kostüme

Julia Suermondt: Projektionen

Thomas Vervoorts: Licht

 

Besetzung

Christopher Auer: Athanasius Pernath

Thomas Huy: Carl Zottmann, Augenarzt

Andrea Graff: Angelina (Gattin Zottmanns aus zweiter Ehe), Dr. Wassory (erster Sohn Zottmanns), Tänzerin

Maximilian Schmitt: Charousek (zweiter Sohn Zottmans),

Nazi

Manon Blanc Delsalle: Laponder

Sarah Lena Winterberg: Miriam (Tochter von Laponder),

Tänzerin

Youjiao Tang: Rosina, Vermieterin, Freundin Miriams

Johanna Killewald: Freundin Miriams, Lehrerin, Kneipenbruder, Nazi

Elena Plaza: Freundin Miriams, Mutter Pernaths, Kneipenbruder, Nazi