Das Bildnis des Dorian Gray

Fotos: Horst Schmeck


Literaturoper
nach dem gleichnamigen Roman von Oscar Wilde
(2011)

Selbstbespiegelung und Nar­ziss­mus im Ge­wand des Äs­the­ti­zis­mus.

Dorian Gray wird le­bens­groß von ei­nem be­freun­de­ten Ma­ler por­trai­tiert. Das Werk des Künst­lers be­ginnt die See­le des Pro­ta­go­nis­ten und Mo­dells zu spie­geln, in­dem es sich trans­for­miert. Auf­grund der ver­werf­li­chen Ta­ten des Dorian Gray ver­wan­delt es sich zu ei­ner scho­ckie­ren­den Teu­fels­fra­tze. Mit der Schil­de­rung des Dandys und mo­ral­fer­nen, schil­lern­den E­go­zen­tri­kers als Pro­to­ty­pen des Fin de siècle, sucht Oscar Wilde nach den Be­zü­gen zwi­schen Schön­heit und Mensch­lich­keit in der Kunst und im Le­ben. Der at­trak­ti­ve An­ti­held des Ro­mans ent­wi­ckelt sich zu ei­nem grau­sa­men, sich selbst­be­spie­geln­den E­go­zen­tri­ker. Dass er ei­nem Äs­the­ti­schen I­de­al ent­spricht, kann ihn nicht vor sei­ner Ent­mensch­li­chung be­wah­ren.

Romanadaption und Regie: Andreas Durban
Musikalische Leitung/Klavier: Georg Leisse
Komposition: Henrik Albrecht
Bühnenbild/Kostüme: Jana Denhoven
Maske: Bianka Meissner
Technische Leitung/Licht: Thomas Geisler

 

Lord Henry - Christine Léa Meier
Dorian Gray - Lasse Siefert
Basil - Annette Hörle
Lady Victoria/Hetty - Anna Herbst
Sibyll - Sibylla Müller
James/Theaterdirektor - Alexander Schmitt
in verschiedenen Rollen - Carole Schmitt

Kinder der Kölner Ballettschule Deest-Witsch:
Marani Bamberger, Hanna Beyer, Isabel Boosfeld, Laura Federhen, Laura Florio, Hannah Stephan