Neue Produktion

Unsere neue Produktion für das Sommerblut Festival 2019 steht in den Startlöchern. Hier eine kleine Einführung:

 

Der Golem

 

Die metaphysische Suche nach Identität, das Erscheinen eines sagenumwobenen Wesens, die Weisheit der Kabbala, ein jüdisches Viertel in Prag, ein sonderbarer Kriminalfall und ein Tarockspiel, das sind die Ingredienzien zu dem geheimnisvollen Roman „Der Golem“, den Gustav Meyrink, ein Zeitgenosse Kafkas, 1912 in Prag verfasste:

Ein Mann wandert, ohne es zu wollen, durch mehrere Identitäten und erblickt doch immer wieder sich selbst. Sind die Umgrenzungen unseres Ichs, die uns unsere Vernunft vorgibt nicht doch viel unschärfer als wir es wahrhaben wollen?

Das Intersubjektive der Seelenwanderung scheint Mayring mehr zu bedeuten als nur ein Steckenpferd fragwürdiger Parapsychologen oder abergläubischer Geisterseher.

Als das Jüdische Viertel in Prag dem Abriss preisgegeben wurde, verschwand auch alle tiefere Erkenntnis dieser Seelenwanderungen. Die Literatur-Oper Köln macht sich auf die Suche nach kabbalistischer Erkenntnis und bringt den Jahrhundertroman Meyrinks als musikalisch-metaphysisches Ereignis auf die Bühne.