Neue Theaterwelten

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln betritt mit der Li­te­ra­tur-Oper Köln seit ei­ni­gen Jah­ren Neu­land im Be­reich des Mu­sik­the­aters. Die Kom­bi­na­tion aus Ro­man­dra­ma­ti­sie­rung und Kom­po­si­tion, Schau­spiel und O­per, Mo­no­lo­ge und A­ri­en sucht in Deutsch­land ver­geb­lich Ih­res­glei­chen.

Andreas Durban, Henrik Albrecht und Georg Leisse schaf­fen mit ih­rer Ar­beit ei­ne neue Rich­tung im Be­reich des Mu­sik­thea­ters, sie ver­las­sen alt­ge­wohn­te Mus­ter, er­prob­te Tech­ni­ken und klas­si­sche Struk­tu­ren und wa­gen ei­ne Ver­schmel­zung von Schau­spiel und O­per, die nichts gemein hat mit Sing­spiel oder Schau­spiel­mu­sik. Je­de Pro­duk­tion ist ein neu­es Ex­pe­ri­men­tier­feld, er­for­dert Un­vor­ein­ge­nom­men­heit, zwingt zu Ide­en und er­mög­licht ei­nen of­fe­nen kre­ati­ven Pro­zess. Zu­sam­men mit jun­gen ta­len­tier­ten Sän­gerin­nen und Sän­gern ent­ste­hen so neue The­ater­wel­ten.

Entstehung der Literatur-Oper Köln

Innerhalb der Hoch­schu­le für Mu­sik und Tanz Köln hat sich seit 2008 ei­ne Pro­duk­tions­stät­te für ei­ne neu­e Form der Li­te­ra­tur­oper ge­bil­det.

Grund­la­ge war und ist der Un­ter­richt, den Andreas Durban in der Hoch­schu­le für Mu­sik und Tanz Köln im Be­reich Schau­spiel und Oper den jun­gen Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten seit vie­len Jah­ren gibt. Die da­raus ent­stan­de­nen Pro­jek­te mün­de­ten schließ­lich durch die Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kom­po­nis­ten Henrik Albrecht in die Grün­dung der Literatur-Oper Köln, de­ren Kon­zep­tion aus gen­re­über­grei­fen­den Be­ge­gnun­gen von Oper, Schau­spiel­kunst und Li­te­ra­tur be­steht. Es ist Be­stand­teil die­ser Kon­zep­tion, die Auf­füh­run­gen an un­kon­ven­tio­nel­len, the­ma­tisch an die je­wei­li­ge Pro­duk­tion ge­bun­de­nen Or­ten statt­fin­den zu las­sen. Die mu­si­ka­li­sche A­dap­tion des Ro­mans „Fran­ken­stein“ von Mary Shelley wur­de bei­spiels­wei­se im Hör­saal der Köl­ner Rechts­me­di­zin auf­ge­führt.